Metall und Elektro Jede Menge los vor den Toren am Tag vor Verhandlungen

Kämpferische Stimmung auch in der zweiten Warnstreik-Woche: Am Tag vor den nächsten Tarifverhandlungen machten die Metallerinnen und Metaller in Berlin, Brandenburg und Sachsen mit Arbeitsniederlegungen Druck auf die Arbeitgeber.

Metall- und Elektroindustrie: Tarifauftakt in Potsdam

4. November 2024 4. November 2024


Den Auftakt der Warnstreiks machten am Mittwoch die Beschäftigten des Auerhammer Metallwerks . Von 13.30 bis 14.30 Uhr waren die Metallerinnen und Metaller zum Ausstand vor dem Werkstor aufgerufen.

Am Donnerstagmorgen geht es trotz des Feiertags für die Kolleginnen und Kollegen des Zwickauer Batterieherstellers Clarios vor's Tor. Von 4.00 bis 6.00 Uhr ist die Nachtschicht aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Seit Dienstag rollt die Warnstreikwelle durch die Bundesrepublik. In der kommenden Woche haben die Arbeitgeber die Chance nachzubessern. Die dritten Verhandlungen für Berlin-Brandenburg und für Sachsen sind für den 5. November geplant.

Bisher schlagen die Arbeitgeber eine Entgelterhöhung um 1,7 Prozent zum 1. Juli 2025 und um 1,9 Prozent zum 1. Juli 2026 vor. Die Laufzeit soll nach ihren Vorstellungen
27 Monate betragen. Das reicht nach Meinung der IG Metall hinten und vorne nicht aus.

Die IG Metall fordert sieben Prozent mehr Entgelt und eine Erhöhung der Ausbildungs-vergütungen um 170 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem will sie eine
soziale Komponente für untere Einkommensgruppen und mehr Zeitsouveränität für
die Beschäftigten erreichen. Dafür werden die Metallerinnen und Metaller mit weiteren Warnstreiks nachlegen und den Druck falls nötig noch einmal erhöhen.