iane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, zu den Warnstreikenden. Weiterer Ausstand fand in den Spät- und Nachtschichten statt, wo ebenfalls die Arbeit vier Stunden früher beendet wurde.
Auch Beschäftigte von Volkswagen-Tochterunternehmen wie der Volkswagen Immobilien GmbH waren im Ausstand. Ferner legten auch Beschäftigte der Volkswagen Group Services sowie Leiarbeitnehmende der AutoVision die Arbeit nieder.
Eine beeindruckende Solidarität der Volkswagen-Belegschaften in den Regionen: „Ein Moment der VW-Tarifgeschichte, den wir gerne ausgespart hätten. Niemand von uns will den Konflikt mit dem Unternehmen, das beispiellose Vorgehen der Kündigung unserer Tarifverträge durch Volkswagen macht diesen aber unumgänglich. Ja, die vierte Tarifverhandlung war konstruktiver als die Gespräche zuvor. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin etliche Differenzen zwischen uns und dem Unternehmen bestehen. Es ist weiterhin eine Mammutaufgabe, das Unternehmen von seinem eingeschlagenen Weg, welcher Werksschließungen und Kündigungswellen nicht ausschließt, abzubringen und wieder auf den Pfad der Vernunft zu navigieren. Die historischen Warnstreikzahlen nimmt unser Gegenüber am Verhandlungstisch hoffentlich als Wink mit dem Zaunpfahl! Die Belegschaft bei Volkswagen ist bereit, wenn es darauf ankommt, auch in naher Zukunft die Proteste für eine gute Zukunft fortzuführen!", erklärt IG Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger.
Nach den Meldungen der Spät- und Nachtschichten ergibt sich im Gesamtbild nach Addition der Früh- und Normalschichten folgendes Gesamtbild des Warnstreiktages am 9. Dezember:
Gesamtzahl der Warnstreikenden am 9. Dezember in allen Schichten: 102.600
- Wolfsburg: 50.000 Warnstreikende
- Kassel: 12.500 Warnstreikende
- Hannover: 11.000 Warnstreikende
- Zwickau: 9.000 Warnstreikende
- Emden: 8.350 Warnstreikende
- Salzgitter: 5.500 Warnstreikende
- Braunschweig: 5.000 Warnstreikende
- Chemnitz: 1.100 Warnstreikende
- Dresden: 150 Warnstreikende
Die Tarifverhandlung am gestrigen Tag endete nach 7 Stunden ergebnislos.
Eine neue Verhandlungsrunde ist für den 16. und 17. Dezember angesetzt.