Geschlossenheit und Vertrauen statt Spaltung und Unsicherheit
Auch beim Volkswagen Bildungsinstitut, bei Mahle Industries und Motherson sind die langjährigen Protagonistinnen und Protagonisten bei hoher Wahlbeteiligung in ihrem Amt bestätigt worden. Aus Sicht der IG Metall ein starkes Signal: Die Kolleginnen und Kollegen lassen sich nicht spalten. Sie wollen klare Verhältnisse und eine Interessenvertretung, die Verantwortung übernimmt – und dass ohne taktische Spielchen auf dem Rücken der Belegschaften.
„Diese Form der Wahl stärkt die Einheit im Betrieb“, so Stefan Fischer weiter. „Gerade jetzt brauchen wir Zusammenhalt, keine Zersplitterung. Wo Beschäftigte gemeinsam auftreten, schaffen sie die Voraussetzung sich gegen Angriffe zu wehren und Zukunft mitzubestimmen. Personenwahl bedeutet: Die Menschen setzen gezielt ihr Kreuz bei den Menschen, denen sie vertrauen – bei denen, die stehenbleiben, wenn es ernst wird.“
Geteilte Belegschaften schwächen alle und gefährden in der Krise Standorte
Gewerkschaftsfeindliche oder arbeitgebernahe Listen schwächen hingegen die bewährte Mitbestimmung. Spaltung statt Zusammenhalt, Verunsicherung statt Stärke ist das Ergebnis. „Das kann nicht im Interesse der Beschäftigten sein“, sagt Stefan Fischer. Der erfahrene Gewerkschafter unterstützt in der Region Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Betriebsrat gründen wollen und weiß mit welch harten Bandagen auf der Arbeitgeberseite zum Teil gekämpft wird. „Wer die Menschen gegeneinander ausspielt, stärkt am Ende nur diejenigen, die Löhne drücken, Rechte abbauen und Mitbestimmung aushebeln wollen. Geteilte Belegschaften können Angriffe nicht abwehren.“
Mit dem Start der Betriebsratswahl im Volkswagen‑Werk Zwickau-Mosel am Dienstag, 10. März 2026 werden die Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt. Angesichts wiederkehrender Debatten über Einsparungen und Schließungspläne braucht es einen Betriebsrat, der stark, erfahren und handlungsfähig ist. Eine geschlossene Belegschaft ist dabei der entscheidende Faktor, um konzernweit Angriffen entschlossen entgegenzutreten.
„Es kommt jetzt auf jede Stimme an. Wer eine sichere Zukunft für das Zwickauer Fahrzeugwerk will, braucht einen Betriebsrat, der geschlossen auftritt, Konflikte nicht scheut und sich konsequent für den Erhalt des Standortes einsetzt. Genau dafür stehen die Kolleginnen und Kollegen der Liste IG Metall“, betont Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall.
➤ Die Betriebsratswahlen im VW-Werk Zwickau laufen bis Freitag, 13. März 2026.