Betriebsratswahlen 2026 Erfahrene IG Metall Gremien bestätigt – VW Mosel wählt ab Dienstag

Heute starten im Volkswagen Fahrzeugwerk Zwickau-Mosel die Betriebsratswahlen – mitten in einer Phase von Unsicherheit und Abwehrkämpfen in der Automobil- und Zulieferindustrie.

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10. März 2026 10. März 2026


Doch gerade in diesen herausfordernden Zeiten zeigt sich auch, dass die Beschäftigten weiterhin entschlossen auf Mitbestimmung setzen: In zentralen, strukturbestimmenden Betrieben der Region wie dem Volkswagen Bildungsinstitut, Schnellecke Logistics, Mahle Industries und Motherson (ehemals SAS) wurde bereits letzte Woche gewählt.

Mit starken Ergebnissen und geschlossener Unterstützung wurden erfahrene Gremien eindrucksvoll bestätigt. Die Botschaft: Die Beschäftigten stehen hinter einer verlässlichen und durchsetzungsstarken Interessenvertretung.

„Diese Ergebnisse zeigen ganz klar: Die Kolleginnen und Kollegen wollen Kontinuität
in der Mitbestimmung und eine starke, erfahrene und zuverlässige Arbeitnehmer-vertretung im Betrieb“, sagt Stefan Fischer, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Zwickau. „Die Wiederwahl der bisherigen betrieblichen Interessenvertreterinnen und -vertreter ist ein starkes Zeichen für Geschlossenheit und Vertrauen.“

In allen genannten Betrieben konnten die Wahlen mit einer hohen Wahlbeteiligung und als Personenwahlen durchgeführt werden – ermöglicht durch einen gemeinsamen Wahlvorschlag der IG Metallerinnen und Metaller in den jeweiligen Betrieben.

„Mit einer Wahlbeteiligung von 83 Prozent gehen wir gestärkt aus dieser Wahl hervor und bedanken uns für das Vertrauen, das uns unsere Kolleginnen und Kollegen ausgesprochen haben“, so Ronny Ott, amtierender Betriebsratsvorsitzender beim Kontraktlogistiker Schnellecke. „Mit unserem IG Metall Team, das sich zur Wahl gestellt hat, sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und fühlen uns gewappnet für die Auseinandersetzungen, die möglicherweise auf uns zukommen werden.“

 

Archivfoto von Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau.

Geschlossenheit und Vertrauen statt Spaltung und Unsicherheit

Auch beim Volkswagen Bildungsinstitut, bei Mahle Industries und Motherson sind die langjährigen Protagonistinnen und Protagonisten bei hoher Wahlbeteiligung in ihrem Amt bestätigt worden. Aus Sicht der IG Metall ein starkes Signal: Die Kolleginnen und Kollegen lassen sich nicht spalten. Sie wollen klare Verhältnisse und eine Interessenvertretung, die Verantwortung übernimmt – und dass ohne taktische Spielchen auf dem Rücken der Belegschaften.

„Diese Form der Wahl stärkt die Einheit im Betrieb“, so Stefan Fischer weiter. „Gerade jetzt brauchen wir Zusammenhalt, keine Zersplitterung. Wo Beschäftigte gemeinsam auftreten, schaffen sie die Voraussetzung sich gegen Angriffe zu wehren und Zukunft mitzubestimmen. Personenwahl bedeutet: Die Menschen setzen gezielt ihr Kreuz bei den Menschen, denen sie vertrauen – bei denen, die stehenbleiben, wenn es ernst wird.“

Geteilte Belegschaften schwächen alle und gefährden in der Krise Standorte

Gewerkschaftsfeindliche oder arbeitgebernahe Listen schwächen hingegen die bewährte Mitbestimmung. Spaltung statt Zusammenhalt, Verunsicherung statt Stärke ist das Ergebnis. „Das kann nicht im Interesse der Beschäftigten sein“, sagt Stefan Fischer. Der erfahrene Gewerkschafter unterstützt in der Region Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Betriebsrat gründen wollen und weiß mit welch harten Bandagen auf der Arbeitgeberseite zum Teil gekämpft wird. „Wer die Menschen gegeneinander ausspielt, stärkt am Ende nur diejenigen, die Löhne drücken, Rechte abbauen und Mitbestimmung aushebeln wollen. Geteilte Belegschaften können Angriffe nicht abwehren.“

Mit dem Start der Betriebsratswahl im Volkswagen‑Werk Zwickau-Mosel am Dienstag, 10. März 2026 werden die Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt. Angesichts wiederkehrender Debatten über Einsparungen und Schließungspläne braucht es einen Betriebsrat, der stark, erfahren und handlungsfähig ist. Eine geschlossene Belegschaft ist dabei der entscheidende Faktor, um konzernweit Angriffen entschlossen entgegenzutreten.

„Es kommt jetzt auf jede Stimme an. Wer eine sichere Zukunft für das Zwickauer Fahrzeugwerk will, braucht einen Betriebsrat, der geschlossen auftritt, Konflikte nicht scheut und sich konsequent für den Erhalt des Standortes einsetzt. Genau dafür stehen die Kolleginnen und Kollegen der Liste IG Metall“, betont Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall.

➤ Die Betriebsratswahlen im VW-Werk Zwickau laufen bis Freitag, 13. März 2026.

 

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