Volkswagen Aktion bei VW: „Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen!“

Nach Medienberichten über Pläne des VW-Vorstands wonach 100.000 Arbeitsplätze abgebaut und vier Werke – darunter das Zwickauer Werk - geschlossen werden sollen, brodelt es in Mosel. Zum Auftakt der Woche gab es die erste Aktion. Auch Sachsens Wirtschaftsminister war vor Ort.

Aktionstag VW


Erste Aktion der Vertrauensleute und Besuch des sächsischen Wirtschaftsministers im VW-Fahrzeugwerk Zwickau

Nach Medienberichten über Pläne des VW-Vorstands am vergangenen Wochenende, wonach 100.000 Arbeitsplätze abgebaut und vier Werke – darunter das Zwickauer Werk - geschlossen werden sollen, brodelt es. „Das wäre die Vollkatastrophe für die gesamte Region – das werden wir nicht akzeptieren!“, so die einhellige Meinung. 

Die Empörung ist groß darüber, dass der Konzern den Tarifabschluss von 2024 in Zweifel zieht. Demnach sollten hart erarbeitete Fabrikkostensenkungen mehr Sicherheit und Zukunft für die Werke bringen. Stattdessen stehen jetzt erneut Werkschließungen im Raum.

Nun heißt es, zusammenrücken, die IG Metall stärken und mit allen Verbündeten um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Die IG Metall Vertrauensleute setzten am Montag erste deutliche Zeichen. Mit einem Banner „Tarifbruch ist Vertrauensbruch!“, auf dem Hunderte Kolleginnen und Kollegen unterschrieben hatten, statteten sie Vertretern des Vorstands, die zu Gesprächen im Werk waren, einen spontanen „Besuch“ ab. 

Am Nachmittag nahmen sie Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) und zahlreiche Pressevertreter*innen in Empfang. „Wir werden hier gemeinsam um jeden Arbeitsplatz kämpfen!“, so der Minister. Dieses Angebot nehmen wir an!
 


Gemeinsame Stellungnahme zu Pressebericht

Gemeinsame Stellungnahme von Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall,
Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen 
AG und Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zum Bericht im Manager Magazin von Freitag, 26.06.2026: 

„Die erneuten Medienberichte verunsichern unsere Belegschaft und unsere 
Standortregionen zu Recht. Aber: Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und 
unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen. Sollten solche Pläne 
vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern. Entscheidend ist 
ohnehin etwas ganz Anderes: Statt blinden Aktionismus zu zeigen, sollte der Vorstand 
endlich seinen Job machen und sich auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren: 
wettbewerbsfähige Produkte, Technologien, Konzernstrukturen und -synergien und 
damit auch sichere Beschäftigung.“