M+E Tarifrunde Tarifforderung: Fünf Prozent mehr und sichere Jobs

Einstimmiger Beschluss der Tarifkommissionen: Die IG Metall fordert für die Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent für zwölf Monate. Zudem wollen wir über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten reden.

Fünf Prozent

24. September 2026 24. September 2026


Am 7. Oktober starten die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Die Lage in den Betrieben ist sehr differenziert: Betriebe in der Krise einerseits, Betriebe die boomen andererseits. Die IG Metall will die Kaufkraft stärken und Arbeitsplätze schützen. 

Nach der Entscheidung der IG Metall-Tarifkommissionen am Dienstag beschloss der IG Metall-Vorstand am Mittwoch daher ein vielfältiges Forderungspaket:

  • 5 Prozent mehr Geld - Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen sollen bessergestellt werden

  • Eine tarifliche Sicherung von Zukunft und Beschäftigung in der Metall- und Elektroindustrie 

  • Eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Boom-Unternehmen 

„Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen“, sagt Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall. „Verzicht bringt nichts voran. Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen. Verlagerungsdrohungen als Ablenkungsmanöver von Management-Versagen akzeptieren wir nicht.“

Weitere Hintergründe zur wirtschaftlichen Lage und der Beschäftigtenbefragung der IG Metall findet ihr HIER.

Kosten des Umbruchs fair verteilen

Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Die Beschäftigten erwarten eine spürbare Lohnerhöhung. Das können sich die Betriebe in aller Regel auch leisten. Jeden Tag spüren die Kolleginnen und Kollegen beim Einkaufen, bei der Miete oder beim Tanken, wie rasant die Preise steigen und steigen. Allein dafür ist ein Ausgleich durch eine tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte unverzichtbar.

Die wirtschaftliche Lage taugt nicht als Ausrede für Zurückhaltung. Unsere Befragung in den Betrieben zeigt, dass es bei allen Herausforderungen für einzelne Unternehmen der Mehrheit in der Metall- und Elektroindustrie gut bis sehr gut geht. Gesamtwirtschaftlich sehen wir eine leichte Konjunkturerholung. In dieser Tarifrunde geht es auch darum, die Lasten des Umbruchs fair zu verteilen. Wenn Unternehmen hohe Gewinne einfahren, müssen sie ihre Beschäftigten daran beteiligen.“

So geht es weiter in der Metall-Tarifrunde 2026 

  • 7. Oktober: Start der Tarifverhandlungen
  • 31. Oktober: Auslaufen der Entgelttarifverträge – Ende der Friedenspflicht um 24 Uhr
  • 1. November, ab 0 Uhr: Warnstreiks möglich

Grafik Forderung Tarif TRME TBME 2026 Forderungsgrafik

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