Sozialprotest 10.000 Menschen setzen in Leipzig ein Zeichen für soziale Sicherheit

Mit einer kraftvollen Demonstration haben am 26. September 10.000 Menschen in Leipzig gegen Sozialabbau und für einen starken Sozialstaat protestiert.

2026-09-26 Hart verdient! DGB Aktionstag

28. September 2026 28. September 2026


Gewerkschaften, Sozialverbände, Initiativen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger machten deutlich: Soziale Sicherheit ist kein Luxus, sondern die Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Für die IG Metall Leipzig sprach der Erste Bevollmächtigte Steffen Reißig. In seiner Rede kritisierte er die aktuellen Debatten über Einschnitte bei Rente, Gesundheit und Pflege sowie Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und weiteren Belastungen für Beschäftigte.

„Das sind keine Reformen, das sind Kürzungen“, machte Reißig deutlich. Wer jeden Tag arbeite, Steuern zahle und mit seinen Beiträgen den Sozialstaat finanziere, habe Anspruch auf soziale Sicherheit. Gesundheitsversorgung, Pflege und eine gute Rente seien keine Geschenke, sondern hart erkämpfte und solidarisch finanzierte Leistungen.

Gleichzeitig verwies die IG Metall auf die schwierige Situation vieler Beschäftigter in der Industrie. Die Transformation der Automobilindustrie, wirtschaftliche Unsicherheiten und anhaltender Personalabbau führten in vielen Betrieben zu Sorgen um die Zukunft. Die Antwort darauf könne jedoch nicht sein, die Kosten von Krisen und Strukturwandel auf Beschäftigte, Familien und Rentnerinnen und Rentner abzuwälzen.

Statt Kürzungen brauche es Investitionen in Industrie, Infrastruktur, Qualifizierung und klimafreundliche Technologien. Die IG Metall betonte dabei, dass Klimaschutz und soziale Sicherheit keine Gegensätze seien. Eine erfolgreiche Transformation müsse gute Arbeitsplätze sichern und neue Perspektiven für die Beschäftigten schaffen.

„Wir lassen uns nicht vor die Wahl stellen: Arbeitsplatz oder Klima. Wir wollen beides – eine lebenswerte Zukunft und sichere Arbeit“, so die Botschaft.

Besonders deutlich wurde auf der Demonstration auch die Forderung nach mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt. Versuche, Menschen gegeneinander auszuspielen – Jung gegen Alt, Beschäftigte gegen Arbeitslose oder Menschen unterschiedlicher Herkunft gegeneinander – wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entschieden zurückgewiesen.

Die Demonstration machte deutlich: Viele Menschen sind nicht bereit, Einschnitte in den Sozialstaat ohne Widerstand hinzunehmen. Sie fordern sichere Arbeitsplätze, gute Löhne, verlässliche Renten sowie eine gute Gesundheits- und Pflegeversorgung.

Mit dem Protest in Leipzig sendeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein klares Signal an die Bundesregierung: Die Zukunft des Landes braucht Investitionen, soziale Sicherheit und Solidarität statt Kürzungspolitik.

„Stark im Betrieb, stark in der Gesellschaft“ lautete daher die zentrale Botschaft des Tages – verbunden mit dem Versprechen, sich auch weiterhin gemeinsam für soziale Gerechtigkeit und einen starken Sozialstaat einzusetzen.


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