Volkswagen VW-Werk Zwickau - Reaktion auf Pläne der sächsischen Landesregierung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in einem Pressegespräch seine Vorstellungen für eine „Auto-Union“ zur Sicherung der Beschäftigung im VW-Werk Zwickau vorgestellt. Es braucht die Unterstützung von Seiten der Politik, eine Einmischung in die Tarifautonomie lehnt die IG Metall aber ab.

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22. Oktober 2026 22. Oktober 2026


Die IG Metall begrüßt im Grundsatz, dass sich der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer für die Zukunft des VW-Werks in Zwickau einsetzt. Zugleich lehnt sie jegliche Einmischung der Politik in die Tarifautonomie nachdrücklich ab. IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto: „Die IG Metall unterstützt alles, was den Beschäftigten in Zwickau, Chemnitz und Dresden gute Arbeit sichert und eine langfristige Perspektive an ihren Heimatstandorten verschafft.“

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte am Mittwoch (21. Oktober) in einem Pressegespräch seine Vorstellungen für eine „Auto-Union“ zur Sicherung der Beschäftigung im VW-Werk Zwickau vorgestellt.

Mehr dazu u.a. in diesem Beitrag des MDR Sachsenspiegel.

Dazu sagte Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, nach der ersten Sichtung des Papiers: „Es ist gut und wichtig, dass die sächsische Landesregierung sich aktiv in die Anstrengungen zur Sicherung der Beschäftigung in den VW-Werken einbringt. Die IG Metall ist offen für alle Gespräche, die diesem Ziel dienen. Dabei muss es vor allem um eine bessere Auslastung an den Standorten gehen. Längere Arbeitszeiten und eine Lohndrückerei sind dafür das völlig falsche Instrument, lösen keine Probleme und stoßen auf den entschiedenen Widerstand der Beschäftigten, der Betriebsräte und der IG Metall. Klar muss allen Beteiligten sein: Über die in Tarifverträgen geregelten Arbeitsbedingungen und Entgelte entscheiden allein die Tarifvertragsparteien. Da muss sich die Politik heraushalten, in Sachsen genau wie in ganz Deutschland. Jegliche Einmischung in die Tarifautonomie lehnen wir entschieden ab.“

 Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, betonte: „Für die Sicherung der Beschäftigung in Zwickau brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung, zu der die Politik ihren Beitrag leisten muss. Wir wehren uns aber gegen alle Versuche, die Beschäftigten zum Teil des Problems bei Volkswagen zu erklären. Die Kolleginnen und Kollegen in Mosel leisten hervorragende Arbeit, sind hoch flexibel und qualifiziert. Sie haben ihre Verpflichtung gegenüber dem Arbeitgeber voll erfüllt und substanzielle Beiträge zur Sicherung des Standortes eingebracht. Jetzt ist Volkswagen am Zug, tragfähige und nachhaltige Lösungen für eine gute Zukunft des Werkes in Zwickau zu erarbeiten.“