Tarifrunde Metall und Elektro Warum Tarifrunde? Darum: Weil mehr Stunden keine Lösung sind!

Die Forderung nach längeren und unbezahlten Arbeitszeiten wird von Arbeitgebern immer wieder reflexhaft als Antwort auf wirtschaftliche Herausforderungen vorgetragen. Die Fakten sprechen dagegen.

Beschäftigte demonstrieren in Münster zur zweiten Verhandlungsrunde in der Metall-Tarifrunde 2024.

31. Oktober 2026 31. Oktober 2026


Die Wirtschaft kriselt? Dann müssen die Beschäftigten einfach wieder mehr (und am besten noch für weniger Geld) arbeiten! Das ist regelmäßig die einfache Antwort, die Arbeitgeber und in Teilen auch die Politik auf die komplizierte Frage nach dem Warum geben. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache:

Arbeitsplätze: 

Wenn Kolleginnen und Kollegen für das gleiche Geld mehr arbeiten, sinkt der Bedarf an Personal. Längere Arbeitszeiten bedeuten oft: Arbeitsplatzabbau durch die Hintertür. Kürzere Arbeitszeiten können Arbeitsplätze sichern. 

Gesundheit: 

Längere Arbeitszeiten bedeuten mehr Belastung, mehr Stress und mehr Krankheitsfälle. Die Folgen der Krise lasten schwer auf den Schultern der Beschäftigten. Beeinflussbare, kürzere Arbeitszeiten schützen die eigene Gesundheit. 

Erfolgsmodell: 

Die 35-Stunden-Woche steht seit Jahrzehnten im Westen und seit 2021 zunehmend im Osten für gute Arbeit, hohe Produktivität und wirtschaftlichen Erfolg. Diese Errungenschaft verteidigen wir. 

Motivation: 

Motivation wächst durch faire Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung, nicht durch unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit. 

Innovation: 

Gute Ideen entstehen durch Freiräume und Erholung, nicht durch längere Arbeitstage und mehr Belastung. Mit kürzeren Arbeitszeiten fördern wir Innovation. 

ARBEITSPLÄTZE SICHERN. GESUNDHEIT SCHÜTZEN. TARIFLICHE ARBEITSZEIT VERTEIDIGEN.




M+E Gutes Argument Nr. 4