Fast 100.000 VW-Beschäftigte im Warnstreik! Die Friedenspflicht in der Tarifrunde bei Volkswagen ist ausgelaufen und flächendeckend haben am Montag Warnstreiks im ganzen Land an allen Volkswagen-Standorten des Haustarifgebietes sowie der Volkswagen Sachsen GmbH stattgefunden.
Sieben Stunden Tarifverhandlung brachten zwar keinen Durchbruch, aber in der vierten Verhandlungsrunde war es erstmals möglich, dass IG Metall und Volkswagen die wesentlichen Tarifthemen konstruktiv besprechen konnten.
Am 9. Dezember nahmen bundesweit rund 103.000 VWlerinnen und VWler aus den sechs Standorten des Haustarifvertrages und der VW Sachsen GmbH an Warnstreiks teil.
Drei Tarifverhandlungen verpasste Volkswagen die Chance, den seit September eingeschlagenen Weg, der Werksschließungen und Massenentlassungen aus Sicht der Arbeitgeberseite nicht mehr ausschließt, wieder zu korrigieren.
Die IG Metall hat die Einigung bei VW als "schwierigen, aber tragfähigen Kompromiss" bezeichnet. IG Metall-Bezirksleiter Dirk Schulze erklärte: "Mit einer solidarischen Lösung aller deutschen VW-Standorte ist es gelungen, einen Kahlschlag zu verhindern."
Unsere engagierten und aktiven Mitglieder des Arbeitskreises Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit, kurz AGA, haben sich traditionell zum Jahresabschluss getroffen. Passenderweise zum Internationalen Tag des Ehrenamts blickten die Kolleginnen und Kollegen zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2024.
Die Friedenspflicht bei Volkswagen ist seit Sonntagnacht ausgelaufen. Jetzt werden wir sehen, wie heiß der Dezember wird! Jetzt kommt es darauf an, unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Für gewöhnlich finden Konzerte in den Herrenhäuser-Gärten statt, am Mittwoch gab es allerdings ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert vor dem Schloss in Hannover: Mehr als 3000 Metallerinnen und Metaller zeigten dem Top-Management Volkswagens, was sie von dessen geplanten Streichorgien halten.
Weiter kein Durchatmen für die Volkswagen-Beschäftigten: Auch die dritte Tarifverhandlung zwischen IG Metall und Volkswagen AG brachte am Donnerstag keinen Durchbruch.
Beschäftigte aus allen Volkswagen-Werken der Bundesrepublik machten sich am Donnerstag auf den Weg nach Wolfsburg, wo in der Volkswagen Arena die dritte Tarifverhandlung zwischen IG Metall und VW stattfand.